Katholische Pfarrgemeinde St. Martin Nottuln

Liturgische Farben

Liturgische Farben dienen dazu, den Charakter der verschiedenen Feste und Zeiten des Kirchenjahres deutlich zu machen. Die Farben der liturgischen Gewänder und Tücher (Paramente) im Gottesdienst wechseln daher je nach Art und Bedeutung der jeweiligen Zeit bzw. des jeweiligen Festtages.
 
Bereits im Neuen Testament werden Farben benannt, denen Symbolwert zukommt: So steht das weiße Gewand für das Gewand der Erwählten oder als Symbol für die Gegenwart Gottes (vgl. Mk 9,3; Offb 1,13ff). Da der Hauptfarbstoff für kostbare Textilien in der Antike das Sekret der Purpurschnecke war, das je nach Beimischung zu unterschiedlichen Tönungen führte, finden sich entsprechende Abstufungen von Violett, Grün und Rot zu Purpur und Schwarz.
 
Während der Karolingerzeit im 8. und 9. Jahrhundert begann man liturgische Farben festzulegen. Für Rom ist eine Ordnung der liturgischen Farben erstmals um das Jahr 1200 unter Papst Innozenz III. (1198-1216) bezeugt. Durch das Missale Romanum (Römisches Messbuch), das 1570 im Auftrag des Trienter Konzils herausgegeben wurde, kam es zu einer gewissen Vereinheitlichung und Fixierung der liturgischen Farbordnung. Der Farbkanon wurde 1970 im erneuerten Messbuch mit geringfügigen Änderungen übernommen:
  • Weiß tritt als Farbe der Reinheit und Unschuld, des Lichtes und der Freude bei den Hochfesten Weihnachten und Ostern mit den nachfolgenden Festzeiten auf. Außerdem gehört Weiß zu den Festen und Gedenktagen des Herrn (mit Ausnahme solcher seines Leidens) wie Fronleichnam und Christkönig, zu den Marienfesten, zu den Gedenktagen der Engel und jener Heiligen, die keine Martyrer sind. Weiß ist die Farbe am Fest Allerheiligen (1. November), Johannes’ des Täufers (24. Juni), Johannes’ des Evangelisten (27. Dezember), Kathedra Petri (22. Februar) und Pauli Bekehrung (25. Januar). Auch sind Tauf- und Brautkleider weiß. Die Farbe der Eucharistie und der Weihe ist ebenfalls Weiß.
  • Rot ist die Farbe des Blutes und des Feuers. Sie wird nie über einen längeren Zeitraum getragen und tritt an einzelnen Festen auf. Als Sinnbild des Heiligen Geistes ist die Farbe Rot an Pfingsten und während der Firmung vertreten, am Palmsonntag, Karfreitag und am Fest Kreuzerhöhung sowie zu Märtyrerfesten als Farbe des Opfer- bzw. Märtyrertodes. Zudem ist Rot die Farbe der Apostel.
  • Die Farbe Grün steht für die Hoffnung und das Leben. Sie wird bei Gottesdiensten im Jahreskreis getragen, an denen keine andere Farbe vorgesehen ist.
  • Die Farbe Violett steht für Übergang und Verwandlung. Es ist die Farbe der Buße und der Vorbereitung vor hohen Festen. Violett ist die Farbe der Fastenzeit und des Advents. Außerdem gilt sie an Allerseelen und bei Messen für Verstorbene als Alternative zu Schwarz.
  • Die Farbe Schwarz gilt in unserem Kulturkreis als Symbol für Trauer und Tod. Darum hat sie ihren Platz in der Liturgie für Verstorbene gefunden. An ihre Stelle kann die Farbe Violett treten.

Die Farbe der Vorfreude ist Rosa. Als Aufhellung der Farbe Violett kann sie am 3. Adventssonntag (Gaudete) beziehungsweise am 4. Fastensonntag (Laetare) getragen werden. [MR]

Wort der Woche

2. Sonntag im Jahreskreis

„Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jeden Tag bei ihm.“

Markus 1, 7-11

Jakobspilgerweg Nottuln

Auch in Westfalen gibt es weitere Wege der Jakobspilger nach historischem Vorbild. Der Weg führt von Bielefeld über Münster, Schapdetten, Nottuln und Darup nach Wesel. Hier schließt der Weg an die Pilgerstrecke am ... mehr

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