Jakobsweg

"Wer aufbricht, kommt auch heim"

Wenn man vom Jakobsweg spricht, meint man oft den Camino Francés, nämlich die Hauptroute in Spanien von den Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela, der Gedenkstätte des Apostels Jakobus des Älteren.

In Westfalen gibt es ab dem 8. Mai 2015 einen weiteren Abschnitt des Weges der Jakobspilger nach historischem Vorbild. Der rund 200 km lange Weg führt von Bielefeld über Münster, Schapdetten, Nottuln und Darup nach Wesel. Hier schließt der Weg an die Pilgerstrecke am Niederrhein an, die bis Köln führt. Von dort führen verschiedene Routen bis nach Santiago de Compostela in Nordspanien.

Die Geschichte der Jakobspilgerwege reicht weit zurück bis ins Mittelalter. Schon seit dem 10. Jahrhundert kommen Pilger aus ganz Europa zu Fuß in das nordspanische Santiago de Compostela. Dort liegt das Grab des Apostels Jakobus des Älteren. Die Pilger versprechen sich vom Zurücklegen des Weges und dem Besuch seines Grabes die Heilung von Körper und Seele, die Vergebung aller Sünden. Als Beleg und Erkennungszeichen dient die Jakobsmuschel, die die Pilger in Santiago erstehen können und sichtbar tragen.

 

Jakobus war der Sohn des Fischers Zebedäus und seiner Frau Salome sowie der ältere Bruder Johannes. Beide gehörten neben Petrus zu den bevorzugten Jüngern, die sowohl bei der Verklärung Jesu als auch in seiner Todesangst im Garten Gethsemane zugegen waren. Laut Überlieferung verkündete er das Evangelium in der Gegend um Samaria, Jerusalem und in Spanien. Um den heiligen Jakobus ranken sich unzählige Legenden. So soll er vor seiner Hinrichtung einen Lahmen geheilt und Josias, einen Helfer des Henkers, getauft haben. Nach seinem Tod wurde sein Leichnam angeblich von seinen Jüngern nach Galicien gebracht und dort begraben. Jakobus hat der Legende nach in der Schlacht von Clavijo als Ritter auf einem Schimmel gegen die Mauren gekämpft. So erhielt er den Beinamen "Matamoros".

 

 

 

 

 

 

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